Schamanismus
Schamanismus ist gelebte Spiritualität, mit der der Mensch seine abhanden gekommene Verbundenheit mit der Schöpfung wieder herstellen kann. Der Wesenskern des Schamanismus ist die Aufhebung der von uns Menschen getrennten Welten, die Vereinigung der Wirklichkeiten.
Schamanen können willentlich in einen anderen Bewusstseinszustand treten, um mit – normalerweise verborgenen – Wirklichkeiten in Berührung zu kommen. Das Wort “Schamane” lässt sich aus der tungusischen (Sprache eines sibirischen Volksstammes) Wortwurzel “sam” ableiten, was soviel bedeutet wie wissen oder können bzw. Entrückung oder Verzerrung. Sie sind Mittler zwischen jener Nichtalltäglichen Wirklichkeit, jener transzendenten Welt, in welcher sie Wissen, Kraft und Hilfe für andere erhalten, und unserer Alltagsrealität. Sie gestalten jeden Schritt des Lebens in Übereinstimmung mit den ursprünglichen Lebenskräften.
In unserer westliche Welt kam es in den 70er Jahren des letzen Jahrhunderts zum Wiederaufkommen des Schamanismus, wozu die Bücher Carlo Castanedas wesentlich beigetragen haben. Michael Harner, Begründer der Foundation for Shamanic Studies, hat in den 80er Jahren den universalen Wesenskern schamanischer Praktiken als sog. Core-Schamanismus formuliert. Diesen hat Carlo Zumstein zu einem fließenden spirituellen kreativen Prozess weiterentwickelt. Er nennt es The Art Of Bridging, TAOB.
Mittlerweile gibt es viele Schamanen aus unterschiedlichen Ländern, die ihr Wissen auch in Europa weitergeben, uns westlichen Menschen den Zugang zu lang verborgenem Wissen wieder zugänglich machen.
Schamanen wussten schon immer, dass wir unser Leben erträumen. Wir haben dies jedoch vergessen, weil wir nur einen selektierten Teil der Realität wahrzunehmen gelernt haben. Wenn wir unser Bewusstsein erweitern, können wir wieder bewusst Schöpfer unserer Realität werden.

