Venus rückläufig

venus_transformationAm 8. Oktober ist Venus stationär rückläufig (13 Skorpion 14) und geht dann für 40 Tage rückläufig. Die passiert alle 18 Monate, womit Venus unter allen Planeten derjenige mit der kürzesten rückläufigen Phase im Jahr ist. Diese relativ kurze Zeit gilt es zu nutzen!

Die weitläufige Ansicht ist, dass ein rückläufiger Planet schwächer sei – die sichtbare Realität ist jedoch, dass der Planet, wenn er die rückläufige Phase beginnt, der Erde am nächsten und auch am hellsten ist. Das heißt, dass ein rückläufiger Planet visuell gesehen am stärksten und sichtbarsten in seinem Zyklus ist. Jedes Stationieren eines Planeten schafft eine Pause, ein Innehalten, da er von der Erde aus betrachtet die Richtung ändert und scheinbar stillsteht. Dies schafft eine Betonung des Zeichens, in dem sich der Planet gerade befindet sowie der Sterne um ihn herum.

Venus rückläufig im Skorpion betont die weiblichen Mysterien der schamanischen Hexe/Zauberin, die mit der Alchemie der Transformation and den Zyklen des Lebens, des Todes und der Wiedergeburt arbeitet. Der Skorpion fragt, was sterben muss – welche Ideen, Glaubenssätze, Gewohnheiten und Einstellungen sind bereit, losgelassen und transformiert zu werden, so dass unsere vollste Verbindung zu leidenschaftlicher, lebendiger Lebenskraft unterstützt wird, so dass wir uns noch mehr ermächtigen, der/die SchöpferIn unseres Lebens zu sein!?!

Venus befindet sich ein paar Grad vom Fixstern Zuben Elgenubi entfernt, ein Stern in der südlichen Schere des Skorpions, der laut Vivian Robson Boshaftigkeit, Behinderung, einen nachtragenden Charakter, Gewalt, Erkrankungen, Lüge, Kriminalität, Ungade und Gefahr durch Gift verursacht. Zuben Elgenubi ist aber auch die südliche Schale der Waage (die Waage ist das jüngste Sternzeichen im Tierkreis – früher war es die Scheren des Skorpions). Wenn wir uns das Bild der Waage vor Augen halten, die den Punkt der Balance zwischen Ying und Yang, männlich und weiblich, Himmel und Erde representiert, fordert der Stern uns auf, Verantwortung für unsere eigene innere Balance zu übernehmen. Dazu gehört, herauszufinden, wo und wann wir unsere Ängste und Unfähigkeiten auf etwas anderes projizieren. So lange wir uns von dem, was wir als negativ beurteilen, distanzieren und auf andere/s projizieren, sind wir von dem Gefühl begleitet, den Umständen ausgeliefert zu sein, durch sie entkräftet zu sein und keine Kontrolle über sie zu haben.

Am 13. Oktober verschwindet Venus vom Abendhimmel (um am 4. November als Morgenstern zurück zu kommen). Zeitgleich befindet sich der abnehmender Mond in Konjunktion zu Pluto (3 Steinbock). Wir können nun alle Ängste und Schatten, welche uns oft dazu treiben, uns zu betäuben, zu fliehen, bewusstlos zu werden, weil wir uns so ohnmächtig und ausgeliefert fühlen, beleuchten. Denn unsere Gefühle der Ohmacht und Kraftlosigkeit füttern unsere Selbstgefälligkeit und die füttert Korruption – dann kommt es leicht zu all dem, was Robson Zuben Elgenubi zuschreibt. Es ist wichtig, damit aufzuhören, unsere Ängste auf andere Situationen außerhalb von uns selbst zu projizieren – alle furcht-basierenden Gedanken und Gefühle mit eingeschlossen.

Wenn wir nach innen schauen, unseren Ängsten mit Mut begegnen und die Verantwortung für sie übernehmen, so dass sie keine Macht mehr über uns haben, haben wir auch die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in unsere Ermächtigung zu bekommen. Die Projektion unsere Ängste auf die Regierung oder eine wirtschaftliche Krise oder andere äußere Ereignisse oder Menschen bringt uns davon ab, was wirklich in uns passiert, wo sich die wirklichen Ängste befinden. Die äußeren Umstände sind ein Geschenk,  dass wir unsere eigene Realität anschauen. Die Ereignisse sind dazu da, uns zu transformieren. „Wie im Außen, so im Innen“. Erst wenn wir unsere Schattenaspekte akzeptieren und umarmen, können wir Ganzheit und Balance erfahren. Und wenn wir unsere innere Balance hergestellt haben, werden wir auch im Außen, der Welt der Form, Balance erfahren.

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