Schwitzhütte zu Samhain

Es ist Herbst und das keltische Jahr nähert sich seinem Ende. Mit Samhain beginnt die sog. Jahresnacht – die Kelten hatten nur zwei Jahreshälften: Jahrestag, die helle Sommerjahreshälfte, und Jahresnacht, die dunkle Winterjahreshälfte.

Ursprünglich wurde dies Silvesterfest zum Neumond Ende Oktober/Anfang November gefeiert, da es im Jahreskreis 4 Sonnenfeste gab, deren Datum immer gleich war und 4 Mondfeste, die sich nach dem Mondstand richteten und somit vom Datum her beweglich waren. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Mondfeste durch den Einfluss der Kirche, die die alten Feste nicht abschaffen konnte, auch auf fixe Daten gelegt. Samhain heißt nun Allerheiligen oder auch Halloween, All Hallows Eve und wird meist in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Ich habe einige Jahre die Jahreskreisfeste gefeiert und durfte feststellen, dass es eine ziemlich breite Übergangsphase zwischen den jeweiligen Jahreskreisabschnitten gibt, und dass der Vorhang zwischen den Welten nicht nur in einer Nacht offen steht. Am stärksten ist der jeweils exakte Stand von Sonne und Mond, und das 3-Tage-Fenster um diesen Augenblick. So habe ich Frieden schließen können mit der Nichtbeachtung der Mondphasen. Und eine ziemlich große Freiheit gewonnen, was das Feiern der Feste im großen Kreis betrifft.

Wie alle Übergänge im Jahreskreis stellt auch Samhain, die Nacht, die den Übergang vom alten ins neue Jahr symbolisiert, einen freien Raum zwischen dem Alten und dem Neuen dar. In diesen Zwischenräumen ist alles möglich, da die Wände zwischen den Welten besonders dünn sind. In diesen Übergängen von einem Zwischenraum zum anderen sind Raum und Zeit aufgehoben, gelten die Regeln unserer alltäglichen Wirklichkeit nicht, besuchen die Jenseitigen die Menschenwelt und können die Menschen leichter mit der sogenannten „Anderswelt“ verkehren.

Ich lade dich ein, zum Neumond in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober dein eigenes Samhain zu begehen, dir Zeit für deine Ahnen zu nehmen, sich an sie zu erinnern und zu würdigen (Fotos anschauen, ihre Geschichten erinnern und erzählen, ihre Gerichte kochen und essen, ihnen den Tisch zu decken, für sie den Ofen die Nacht durchbrennen zu lassen), in die Fenster Kerzen (bitte feuersicher, versteht sich, also zB Teelichter) zu stellen, und auch dem kleinen Volk, den Wesen der Nichtalltäglichen Welt, Essen hinaus zu bringen.

Mythologisch stirbt zu Samhain der Jahreskreiskönig, der Sonnengott. Er wird als Sonnenhirsch in der Jagd getötet und seine Gattin, die Vegetationsgöttin, herrscht nun in die Unterwelt als Totengöttin. Das Land liegt brach und während es immer dunkler wird, nehmen die Stille und das In-sich-gehen zu. Bis zur Wintersonnenwende der neue Sonnengott geboren wird und tief in der Erde sich das neue Leben zu regen beginnt.

Es ist die Zeit des Träumens im Jahreskreis. Welchen Traum träumst du? Wie träumst du dein Leben? Aus welchem Material spinnst du deine Lebensfäden, was für Fäden spinnst du und zu welchem Netz webst du sie? Alles Fragen, denen man in dieser Jahreszeit besonders gut nachgehen kann. Es ist an der Zeit, dass wir die Verantwortung für unser Leben und unser Träumen übernehmen. Wir erschaffen das, was wir Realität nennen, oder wie die Alten sagen: wir träumen unser Leben, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Und so lade ich alle, die ihr Träumen bewusster vertiefen möchten, herzlich ein, in der Schwitzhütte ihrem ureigenen Traum nachzugehen und ihr Netz neu zu weben.

Beginn Samstag, 1. November 12.00 Uhr
Ende Sonntag 2. November nach dem Aufräumen (wer möchte, kann mit Schlafsack übernachten)

bitte mitbringen:
* 1 Kraftobjekt des Träumens für den Altar
* 2 Steine für die Hütte (ca Handballgröße)
* 2 (große) Handtücher, und evtl. Bademantel oder Decken
* etwas zu essen für nach der Schwitzhütte (bei Übernachtung auch für’s Frühstück)
* genug zu trinken
* 2 giveaways (für lodge und fire keeper)
* Energieausgleich: 65.-€ (Übernachtung 15.-€)

bitte bis 31.10. anmelden

„We are the weaver, we are the woven one, we are the dreamer, we are the dream“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.