Mondfinsternis

Die erste Finsternis dies Jahr ist eine Halbschatten-Mondfinsternis: In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar läuft der Vollmond südlich der Schattenachse Sonne-Erde vorbei und gelangt dabei so gut wie komplett (99%) in den Halbschatten der Erde, ohne dabei den Kernschatten zu berühren.
Diese Finsternis ist speziell, da es sich um eine seltene totale Halbschatten-Mondfinsternis handelt. Der Mond wird sich für 27 Minuten komplett in den Halbschattenkegel der Erde schieben (Beginn 10. Februar um 23.32 Uhr, Ende 11. Februar um 3.55 Uhr) und in der Mitte (1.44 Uhr) ungefähr den gleichen Abstand zum äusseren Rand des Halbschattenkegels und zum Rand des Kernschattens aufweisen.
Wenn der Himmel klar sein wird, werden wir die Finsternis in Europa sehen können. Und da der Mond sehr hoch steht, versperren auch keine Gebäude und Bäume den Blick.

Mit 22° Löwe 28′ ist es die erste von zwei Löwe-Finsternissen dies Jahr und bereitet uns somit auf die feurigen Energien, mit denen wir es dies Jahr zu tun haben werden, vor. Als Mondfinsternis lenkt sie unsere Aufmerksamkeit auf alle denkbaren Beziehungen, vor allem die engen persönlichen und jene, wo es um Dominanz und Führungsqualitäten, um Anerkennung und Aufmerksamkeit geht. Es geht darum, mit objektivem Blick unsere Beziehungen zu betrachten und zu erkennen, wo wir in Kontakt mit unseren Bedürfnissen sind und wo wir sie auf den anderen projizieren. Wie dominant wollen wir in Beziehungen sein/ wie sehr ordnen wir uns unter? Wie sehr brauchen wir Aufmerksamkeit und Anerkennung vom anderen, geben wir uns selbst keinen Applaus sondern erwarten ihn von außen?

Finsternisse sind Portale, die uns die Möglichkeit geben, Energien zu empfangen und eigene Energiemuster zu verändern. In der Zeit, in der der Mond nicht sichtbar ist, können wir unsere Gefühle neu justieren, angesammelte angestaute Gefühle wandeln.

Die Sonne-Mond-Opposition ist in ein mystisches Rechteck mit der Opposition von Jupiter (23° Waage 06′) und Uranus (21° Widder 21′) und ein Sextil zu Saturn (25° Schütze 28′) eingebunden.
Unsere Freiheitsbedürfnisse sind aktiviert und wir werden in den kommenden Wochen va. mit den Beziehungen, in denen wir uns eingeengt fühlen, unser Tun haben. Es ist mit Spannungen und hohen Energien zu rechnen. Lediglich die Art, in der sich die Energien bei jedem Einzelnen und weltweit entladen, wird verschieden sein. Wichtig ist, dass wir unsere eigene innere Spannung ehrlich betrachten, was uns persönlich zum Kochen bringt, uns selbst um unseren Ärger, um unsere Freiheit kümmern. Es geht darum, Verantwortung um die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu übernehmen.
Die Beziehungen, in denen beide sich frei und für sich selbst sorgend begegnen, werden an Tiefe gewinnen und wachsen. Je mehr man in sich ruht, desto großzügiger ist man dem andern gegenüber, da man sich selbst ja auch großzügig gegenüber ist. Wer sich selbst wertschätzt und anerkennt, kann auch den andern mühelos anerkennen und unterstützen auf seinem Weg.
Alte Beziehungen können neu belebt werden oder/und neue entstehen. Allen gemeinsam ist, dass es sich um lebendige, unkonventionelle, den Horizont erweiternde Beziehungen handelt. Genauso werden Beziehungen, die langweilig geworden sind und jeglichem neuen Funken widerstehen, aus unserem Leben verschwinden. Sie machen Platz für neue.

Gutes Eintauchen in euren eigenen Halbschatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.