Partielle Mondfinsternis – letzte Zutaten für den Kessel

Die Sonnenfinsternis vom 2. Juli bildet mit der Mondfinsternis vom 16. Juli den Beginn der neuen Finsternisphase (die nächsten 6 Monate). Die partielle Mondfinsternis bildet das Ende des Finsternisfensters oder -Kessels, welches die totale Sonnenfinsternis eröffnet hat. Sie ist sichtbar in Australien, Asien, Afrika, Europa, Südamerika.

Grundsätzlich fokussiert jede Mondfinsternisse unsere Aufmerksamkeit auf unsere Emotionen, intimen Beziehungen, Familie und Zuhause. Die partielle Mondfinsternis am 16. Juli (23.38 Uhr) greift Themen der Sonnenfinsternis vom 2. Juli auf. Dadurch dass der Mond (24.04 Steinbock) in Konjuntion zu Pluto (21.50 rx Steinbock) steht, und die Sonne somit in Opposition zu Pluto, sind diese Themen intensiviert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir nicht drumrum kommen, uns mit Konflikten und Aufruhr (in uns wie im aussen) auseinanderzusetzen, dass wir mit dramatischen Veränderungen rechnen können – in unseren persönlichen Beziehungen wie auch in gesellschaftlichen und kulturellen. 

Saturn (16.41 rx Steinbock) und südlicher Mondknoten (17.39 Steinbock) in Opposition zu Venus (16.15 Krebs) am nördlichen Mondknoten (zur Erinnerung: Venus befindet sich derzeit in der Unterwelt , dh ist nicht mehr am Himmel sichtbar; obere Konjunktion mit der Sonne (Venus hinter der Sonne) am 14.8.2019) lässt erahnen, dass unsere Werte und Beziehungen – Beziehungsmuster, Beziehungsstrukturen, Erwartungen, Projektionen, unausgesprochene Wünsche, also alles was Bindungen jeglicher Art zu bieten haben – im Fokus stehen. Wir können unseren uralten Mustern auf die Schliche kommen, die mit Zurückhaltung von Macht, Unterwürfigkeit, Manipulation, Contenance, Ohnmacht, gesellschaftliche Verpflichtung vor familiäre Sehnsüchte stellen, Spalt zwischen männlich und weiblich aufrecht erhalten, sexuellem Missbrauch, patriarchalen Autoritätsmustern etc zu tun haben. Wir kommen unseren eigenen Bedürfnissen und Absichten näher und können das Ungleichgewicht in jeder unserer Beziehungen klarer erkennen. Es wird uns emotional erschüttern, was wir erkennen, va wie wir dieses Ungleichgewicht mitkriegt haben, und somit ist es wahrscheinlich, dass unsere emotionalen Reaktionen, unser altes zwanghaftes Verhalten und das Auflösen von Machtkämpfen wie auch das Ablegen von einstudierter Ohnmacht in die ein oder andere Krise führen. In uns selbst wie auch mit unseren Mitmenschen, voran denen, mit denen wir eine enge Beziehung haben.

Es ist wichtig, dass wir uns Zeit und Raum nehmen. Es werden viele alte, tief vergrabene Gefühle, Erinnerungen, alte Traumata, an die Oberfläche kommen. Wir haben die Möglichkeit, sie zu einem guten Ende zu träumen, die Geschichte anders weiter zu schreiben als sie bislang in ewigen Wiederholungsschleifen ablief. 

Die Beschleunigung, das Erleben von Vollmond zu Neumond zu Vollmond, findet diesmal va auf der emotionalen Ebene statt. Während der „Neumond“-Zeit, der Zeit, in der der Mond abgedunkelt wird, können wir unsere Emotionen (wie eine Uhr) auf Null stellen, können das alte emotionale Gepäck ablegen. Va all das Gepäck, das uns daran hindert, bewusste, co-kreative, gemeinschaftliche Beziehungen zu leben, in denen beide Partner für das, was sie in die Beziehung bringen, wertgeschätzt werden, in denen das Interesse beider Partner erfüllt wird.

Da wir die Sonnenfinsternis schon nicht sehen konnten, ist es empfehlenswert, in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli auf zu sein und sich die Mondfinsternis anzuschauen. Was immer sich für dich richtig anfühlt, ich lade dich ein, dies Fenster für dich und deine Absichten bezüglich Beziehung, Familie, Macht, Gleichberechtigung zu nutzen, ein wie auch immer gestaltetes Ritual zu begehen.

Beitragsbild: SockPuppetForTomruen (Wikipedia.com)

Partielle Mondfinsternis – letzte Zutaten für den Kessel

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