Mondfinsternis – Herbstvollmond – Blutmond

Ein phänomenales Schauspiel des Himmels erwartet uns. Am 28. September können wir eine seltene totale Mondfinsternis beobachten.

Der Herbstvollmond in diesem Jahr ist mehrfach speziell. Es kommt es zur totalen Mondfinsternis, die nicht nur die letzte in diesem Jahr ist, sondern auch die letzte der Vierersequenz von 2014/2015. Zum andern erscheint die Mondin riesig (sog. Supermond) und leuchtet kupferrot (sog. Blutmond). Dies zu einer Mondfinsternis gab es das letzte Mal 1982. Und die nächste Zusammenkunft findet erst wieder 2033 statt.

Es lohnt sich also, früh aus den Federn zu steigen und Richtung Südwesten zu schauen – aus dem Fenster, unter welchem möglichst keine Straßenlaterne brennt, oder gut eingemummelt draußen!
Im Vergleich zur letzten der Vierersequenz vom April 2015, die nur knappe 5 MInuten ging, dauert diese wieder länger. Um 3:07 tritt der Mond in den Kernschatten der Erde. Von 4:11 bis 5:24 befindet sich der Mond komplett im Kernschatten, mit maximaler Verfinsterung um 4:47, und um 6:27 verlässt der Mond den Kernschatten wieder endgültig.

TLE2015Sep28-GMT

LE2015-09-28T

Wie schon oft beschrieben sind Finsternisse Portale, die wir nutzen können. Bei den derzeitigen astrologischen Konstellationen stehen uns diverse Möglichkeiten von Umbrüchen und Veränderungen zur Verfügung. Den meisten Menschen liegt so ein „Geschenk“ jedoch nicht, und so ist es wahrscheinlich, dass es zu scheinbar ungewollten, scheinbar von außen kommenden, Veränderungen, kommen wird. Und da es ein sog. Supermond ist, ist die Chance groß, dass die jetzigen Veränderungen stärker seien werden als zu „normalen“ Finsternissen.

Wir leben in Zeiten des Wandels. Dies ist in vielen globalen Themen gut zu sehen. Und für jenen Einzelnen von uns bieten all diese äußeren Themen Möglichkeiten, bei uns selbst hinzuschauen, wo sie inneren Themen entsprechen. Sei dies die moderne Völkerwanderung, päpstliche Reformen, Europa als Unionsmodell, fracking Politik oder sonstige zu befürwortende oder unangenehme Themen.

Es geht momentan darum, neue Wege zu finden und zu gehen – im Außen wie im Innen, in der Weltpolitik wie im Privaten. Hauptsächlich geht es dabei um Beziehungsthemen – Sonne 4°40′ Waage, Mond 4°40′ Widder, in Konjunktion zur Mondknotenachse. Und speziell um das Bild der Weiblichkeit, der Frau in ihren drei Verkörperungen (jungfräulich, erwachsen, alt) – Sonne, Mond, Monknoten in Konjunktion zu Lilith.

Es geht zum einen um das Bild der Frau in den Gesellschaften, der Kirche, und wie jede Frau die drei Aspekte der Weiblichkeit lebt bzw leben darf: als Jungfrau, unverheiratete Frau oder Flittchen; als Mutter, Hausfrau oder Geschäftsfrau; als altes Weib, senile Großmutter oder weise Frau.
Zum anderen geht es um Fragen wie: Wer bin ich in meinen Beziehungen? Was ist mein eigenes Bild von einer guten funktionierenden Beziehung? Lebe ich meine Weiblichkeit? – und das gilt für Frauen wie für Männer! Achte und wertschätze ich das göttlich Weibliche mit all seinen Aspekten? – in mir und in meinem Gegenüber. Habe ich das Weibliche in meinen Beziehungen (die intimen kommen die an erster Stelle, aber es betrifft auch die Freundschaften und geschäftlichen Beziehungen) integriert oder lehne ich den ein oder anderen Aspekt der Weiblichkeit ab?
Auch geht es um die emotionalen Bedürfnisse in Beziehungen. Darf ich für meine Bedürfnisse sorgen oder bin ich zu nachgiebig (um des lieben Friedens Willens, der Harmonie wegen oder weil ich davon überzeugt bin, dass Fordern mir nicht zusteht)? Darf ich mich um meine Bedürfnisse kümmern oder erwarte ich dies vom anderen? Gestehe ich dem andern seine Bedürfnisse zu?

Es gilt, die richtige Balance zu finden, auch wenn der Weg bis dahin mit Verwirrungen, Konflikten, Frustration, Argumenten, Unsicherheit und Hindernissen bestückt sein mag. Die Kommunikation mag nicht immer funktionieren (Merkur ist rückläufig im Quinkunx zu Neptun und Im Quadrat zu Pluto), und das Handeln auch nicht (Mars in Konjunktion zu Jupiter, in Opposition zu Neptun, im Anderthalbquadrat zu Uranus und im Quadrat zu Saturn).

All die hehren Visionen und romantischen Vostellungen sind mit realistischen Tatsachen konfrontiert. Die Erwartungen beider Partner kämpfen miteinander. Das bringt Spannung in die Beziehung, aber auch die Möglichkeit zu experimentieren, und letzendlich die eigenen und gemeinsamen Anschauungen zu erweitern.

Finsternisse fangen schon vor ihrem exakten Moment an zu wirken und die Prozesse beschäftigen einen noch viele weitere Wochen bis Monate. Zum einen Zeit, innezuhalten, zu reflektieren, die eigenen Visionen zu überprüfen, das eigene Verhalten, alle Beziehungen. Wo braucht es Veränderung, neue Wege? Gibt es eine gemeinsame Lösung oder trennen sich die Wege? Zum anderen Zeit, zu integrieren. Global wie persönlich.

„Anders ist nicht falsch, bloß ’ne Variante von richtig“ ~ Julia Engelmann

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