Venus Mond Konjunktion – der Stimme des Herzens folgen

Nachdem wir heute Morgen die Konjunktion von Mond und Mars bestaunen konnten, folgt morgen die von Mond und Venus. Der früher Morgenhimmel ist nach wie vor ein Ort der funkelnden Schönheit!

In den frühen Morgenstunden des 7. Dezember steht die abnehmende Mondin (26° Waage) sehr nahe neben Venus (2° Skorpion) am frühen Morgenhimmel. Die genaue Konjunktion findet erst um 18.24 statt (2° Skorpion 59′), für uns nicht mehr sichtbar.

mond_venus_07_12_2015

Venus/Inanna durchschreitet das 4.Tor auf ihrem Weg in die Unterwelt. Das vierte Tor ist gleichzusetzen mit dem Herzchakra (Anahata), dem Mittelpunkt der 7 Hauptchakren. Hier sitzt die reine, bedingungslose Liebe, unsere Hingabe, Selbstlosigkeit und Heilung  (anahata = unbeschädigt, nicht angeschlagen).  Es regiert unser Einfühlungsvermögen und Mitempfinden und wenn es geöffnet ist, nehmen wir die Schönheit und Harmonie in allem wahr.

Inanna gibt am 4. Tor ihr Brustschild ab, dh. alles, was sie daran hindert, Schönheit und Harmonie in allem zu sehen und zu fühlen. Dies ist gerade in der jetzigen Zeit dringender denn je. Nur allzu leicht lassen wir uns in den Strudel des Hasses und Krieges ziehen, entscheiden vom Kopf, sind verunsichert und vergessen unser Herz. Die Schattenaspekte des Herzchakras, bzw. eines ungeöffneten oder blockierten Herzchakras sind Begierde, Betrug, Unentschlossenheit, Zögern, Angst, Verlangen, Voreingenommenheit, Arroganz, Diskriminierung, Missachtung und Täuschung. Alles Aspekte, mit denen wir derzeit fast überall konfrontiert werden. Das Abgeben des Brustschildes ist ein Abgeben aller Lebensweisen und Denkarten, sich selbst und andere nicht wirklich und wahrhaftig zu lieben. Dazu braucht es das bewusste Entledigen aller Selbsturteile und Be-Urteilungen über andere.

Es ist wichtig, inne zu halten, sich mit der eigenen intuitiven Weisheit zu verbinden, dem eigenen Herzen zu lauschen, und mutig vom Herzen aus zu handeln, unsere Entscheidungen von dort aus treffen. Je mehr wir erkannt haben, wer wir wirklich sind, um sie leichter fällt uns dieses, und je leichter uns dies fällt, desto mehr sind wir, wer wir wirklich sind.

Der spirituelle Weg ist nicht ein Weg zur Glückseligkeit, sondern vor allem ein Weg der Wahrheit. Wir leben in einer Zeit, wo es wichtig ist, dass Menschen aufstehen und handeln, sich laut äußern, die Stimme der Wahrheit, die Stimme des Herzens kund tun. Wenn nicht wir, wer dann? Es braucht Menschen, die in all dem Wahnsinn des Krieges, der Feindseligkeit und der Angst vor dem Fremden/ der Andersartigkeit klar sehen.

Wir sind alle Teil dessen, was momentan passiert. Wir alle gestalten die sich neu entwickelnde Gemeinschaft mit. Wie oben so unten, wie im Großen so im Kleinen. Wir alle sind Teil dieses Konfliktes, dieses Krieges. Er ist in uns und wir in ihm. Kein Herz will Krieg. Krieg ist nie die Lösung bzw., wie der Dalai Lama sagte, überholt und veraltet. „Of course the mind can rationalize fighting back … but the heart, the heart would never understand. Then you would be divided in yourself, the heart and the mind, and the war would be inside you.“ Zu Krieg kommt es immer nur dann, wenn der Stimme des Herzens nicht mehr nachgegangen wird, wenn wir die Verbindung mit allem-was-ist verloren haben, nicht mehr die Achse zwischen Vater Himmel und Mutter Erde spüren.

Genauso sind wir Teil bzw Mitschöpfer der Lösung dieses Konflikts. Dazu dürfen wir nicht blind der Negativität und Schwarzmalerei einiger Machthaber folgen, die eine Gesellschaft der Angst kreieren. Hass, Wut und Gewalt können nur durch Mitgefühl geheilt werden. Es gibt keine andere Medizin als Mitgefühl gegen Hass und Gewalt. Wie Thich Nhat Hans wunderbar sagte: „Unfortunately compassion is not available in the supermarket. You have to generate the nectar of compassion in your own heart.“  Nur wenn wir diesen Nektar des Mitgefühls in unserem Herzen produzieren, können wir bewusst eine Lösung ohne Bomben und unnötige Zerstörung erschaffen.

Dazu braucht es Zeit, bedarf es der Übung, der Aufmerksamkeit, und des Mutes, nach innen zu schauen, sich den unerledigten Angelegenheiten zu widmen, sich selbst und den anderen zu vergeben, sich unseren eigenen Schattenthemen zu stellen, uns unserer eigenen Angst bewusst zu werden – wir alle haben Angst vor irgendwas. 

Darüber hinaus unterstützen uns bei der Abgabe des Brustschildes, der Reinigung des Herzchakras:
* die Farben grün und rosa. Mal wieder Zeit, in den Kleiderschrank abzutauchen… Passend zur Jahreszeit Grün aus dem Wald in die Wohnung bringen (noch besser: viel Zeit in der Natur verbringen. Sie ist und bleibt der beste Therapeut). Vermehrt grünes Gemüse essen. Steine wie Aventurin, Chrysokoll, Jade, Moosachat, Olivin, Smaragd, Turmalin, Koralle, Rhodonit, Rhodochrosit, Rosenquarz tragen und/oder hinstellen. Die Bildergalerie mal wieder verändern.
* Räucherungen mit Rose, Weihrauch, Iriswurzel, Myrte, Copaivabalsam, Perubalsam, Melisse, Zimt, Nelke und Sandelholz.
* das Bild der zwölfblättrigen Lotusblüte.
* Erzengel Raphael.
* Meditationen mit dem Mantra YAM.
* wer gern Yoga praktiziert: Asanas und Pranayama, die Anahata aktivieren.
* wer Melissa ist, die Acht mit der Absicht laufen, das Herzchakra zu reinigen und vermehrt FA singen
* Fragen wie: Wo bin ich voreingenommen? Wo verschließe ich mich? Was macht mir am Andern/Fremden Angst? Wen/was diskriminiere ich? Wem gegenüber fühle ich mich mehr wert? Wo verurteile ich? Und zu staunen, was mit diesen Fragen und Antworten geschieht, wenn man in der Verbindung zwischen oben und unten, inmitten des eigenen Herzens ist.
* die Schönheit sehen – wie zB Shea Glover:

* und nicht vergessen: sich immer wieder für die vorhandene Reinheit des eigenen Herzens bedanken!

Beitragsbild:  paintingsilove.com
Sternenhimmel: waa.at

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