Imbolc

Das Licht nimmt zu. Langsam aber stetig werden die Tage heller und mit der zunehmenden Tages- und Lichtmenge erwachen wir wie die Natur aus ihrem Winterschlaf, verlassen die Dunkelheit, das Zurückgezogensein und werden aktiver.

Im Jahreskreis wird dies mit dem Fest Imbolc, Lichtmess, gefiert. Imbolc heißt so viel wie “im Bauch”. Es ist eine Zeit der Stille und des Wartens. Es ist eine Schwelle im Jahrekreis, an der das gerade Vergehende (Winter) mit dem gerade Beginnenden (Frühling) verbunden ist.

Man “geht schanger” mit neuen Ideen und Plänen. Sie sind noch  nicht spruchreif, sondern müssen noch reifen. Alles umgibt eine Art Energie von beides-sein und keines gleichzeitig sein. Etwas beginnt, etwas endet, aber nichts ist greifbar. Nicht verwunderlich, dass in diese Zeit auch die Fessenacht, der Karneval fällt.

Imbolc ist ein Fest zu Ehren aller jungfräulichen Göttinen (Brigid, Göttin der Künste und Barden, der Schmiedekunst und des Feuers, Schutzherrin der Ärzte und Hebammen; Freya, Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe, Schirmherrin des Ackers und der Feldfrüchte).

Schneeglöckchen, Märzenbrecher, Krokusse sprießen, wo die weiße Göttin ihren Fuß hinsetzt. Sie sind Vorboten der fruchtbaren Jahreszeit, wie auch die Geburt der ersten Lämmer. Früher lag Imbolc an dem Tag, an dem die Schafe die erste Milch gaben. Es war ein Feiertag der Schafhirten, an dem Wiedergeburts- und Fruchtbarkeitsriten durchgeführt wurden.

Die Zeit des Übergangs zwischen dem neugeborenen Licht und der stärker erwachenden Erde ist auch eine Zeit der Reinigung. Der Frühling kehrt langsam zurück und der Winter wird ausgetrieben und symbolisch verbrannt. In der Landwirtschaft muss alles vorbereitet werden für das kommende Jahr. Es ist eine gute Zeit, Haus und Hof (mit Birkenreisern) zu putzen, und natürlich auch sich selbst zu reinigen.

Was wir persönlich mit dieser neuen Lebensenergie machen, manifestiert sich derzeit zwar noch nicht – noch gehen wir schwanger (imbolc = im Bauch), doch wir können (und sind gut beraten, wenn wir) uns über unsere Ziele und Visionen klar werden und bekräftigen, wohin unsere neue Kraft fließen soll.

Ein alter Brauch ist es, das Kreuz der Brigid zu basteln und über oder an die Türen zu hängen. Wer unter dem Kreuz durchgeht oder es betrachtet, ist geschützt und erfährt seinen Segen – und beim Basteln hat man viel Zeit, sich über die eigenen Ziele und Visionen für dieses Jahr Gedanken zu machen und sie in das Kreuz zu flechten.

She is known as Brigid Bright,
Goddess who shines against the night.
At Cille Dara, at the setting sun,
Her sacred flame is kept by one.
Nineteen times the earth turns round,
As sacred springs come forth the ground.
Twenty times the sun has burned,
And now the Goddess has returned.
Alone she tends her thrice-bright flame,
Born of her heart that bears her name.
The Dagda knows Brigid as Daughter,
Triple Blessed by fire and water.
Poets call her name to inspire.
And healers oft gain from her fire.
Wayland too would know her well
As hammer and anvil ring like a bell.
A sorrowful cry did she give meaning,
When first she brought to Eire keening.
Oh Sacred Fire against darkest night,
Burn for Brigid, for Brigid Bright!
Fire in the head…to quicken us.
Fire in the cauldron…to heal us.
Fire in the forge of the heart…to temper us.

~ Hedgewytch

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