Schwitzhütte zur Tagundnachtgleiche im Herbst

Ich lade dich ein

  • inne zu halten
  • zur Ruhe kommen
  • dein eigenes vergangenes Jahr rückblickend zu betrachten
  • dich zu bedanken bei deiner persönliche Ernte: bei allem, was du geschenkt bekommen hast und bei dir selber, was du erarbeitet hast
  • dich zu verabschieden von allem überflüssigen Ballast, von allem Belastenden
  • dafür zu sorgen, dass du das Notwendige beisammen hast für die Zeit des Rückzugs und der Stille

Zum zweiten mal im Jahr herrscht Gleichgewicht. Wie zum Frühlingsbeginn sind auch zum Herbstanfang Tage und Nächte gleich lang. Die Sonne ist seit Mittsommer wieder in Richtung Süden gewandert und die Tage sind immer kürzer geworden. Am späten Abend vom 22. September steht die Sonne dies Jahr auf dem Himmelsäquator und überschreitet ihn von Norden nach Süden. Tag und Nacht haben die gleiche Länge. Die Kräfte der Sonne und Dunkelheit halten sich die Waage. So wie ein Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit herrscht, ist alles für diesen Moment (von drei Tagen) ausgewogen. Dieses Zeitfenster können wir nutzen und innehalten, können vor- und zurückschauen, können Bilanz ziehen.

Die Dunkelheit nimmt von nun an merklich zu, die Stille kehrt ein, die Natur zieht sich mehr und mehr zurück. Die Natur schenkt uns derzeit ihre letzten Gaben in Form von Nüssen, Holunderbeeren, Kürbissen, Äpfeln, Brombeeren und Pilzen. Danach beginnt die Zeit der Einkehr, der Stille, des Rückzugs. Die Tage werden unaufhaltsam kürzer, die Nächte länger. Wir können es an der Natur sehen, die sich von nun an wieder mehr und mehr zurückzieht und auf den Winterschlaf vorbereitet. Die Blätter verfärben sich und fallen, die Pflanzen bilden Samen, der sie den Winter überleben lassen, die Tiere ziehen in den Süden, fressen sich voll und ziehen sich zurück oder sammeln Vorräte. So haben auch wir Menschen die Felder geerntet, das Korn eingefahren, das Holz für den Winter gespalten und gestapelt, das Obst und Gemüse verarbeitet und eingelagert.

Die Kraft der Sonne ist immer weniger spürbar, morgens liegt Bodennebel über dem Land und Spinneweben durchziehen das Gras. Auch wenn wir mit Zentralheizung und vollen Einkaufsläden ausgestattet sind, so wissen wir tief in uns immer noch, dass nun die Zeit der Kälte, des langen Winters und des Sterbens kommt. Dass nun weniger Aktivität und mehr Traumzeit angesagt ist. Aber wir wissen auch, dass sich das Rad weiterdreht, dass nach der dunklen Zeit das Licht wieder kommen wird.

So ist die Herbst-Tagundnachtgleiche ein Fest der Fülle und Dankbarkeit, der Freude und des Teilens, des Innehaltens und sich besinnen. Es ist Erntedank, die Zeit, uns zu bedanken: bei der Fülle des Sommers und der reichhaltigen Ernte, bei der Natur, bei der Göttin und ihrem Gott, die diese Frucht, die Fülle und Farben ermöglicht haben.

Beginn: Samstag, 23.9., 15 Uhr
Ende: Sonntag gg Mittag nach dem Aufräumen

mitbringen:
Trommel/Rassel
Tabak/Kräuter
1 Kraftgegenstand
2 feuerfeste Steine (ca. Handballgröße)
2 Handtücher (oder mehr, oder Bademantel, oder Schwitzhüttengewand – je nach Bedarf)
wetteradäquate Kleidung
give away für dance und fire chief
Essen für das anschließende gemeinsame Mahl
genügend zu Trinken
€ 100.-

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