Venus am 2. Tor

Am 29. Oktober um 16.14 findet die nächste Mond-Venus-Konjunktion statt und Inanna durchschreitet das 2. Tor auf ihrem Weg aus der Unterwelt, an dem sie nun ihren Gürtel wieder bekommt. 

In den kommenden Wochen geht es darum, die eigene Kreativität zu bekräftigen, sich des eigenen Selbstwertes bewusst zu sein. Va in Beziehungen (jetziger Venuszyklus).
Swadhistana, das zweite Chakra, repräsentiert unsere Lebenskraft, unseren Selbstwert und wie wir für uns selbst sorgen. Auf ihrem Abstieg in die Unterwelt hat Inanna alle Verzerrungen dieses Chakras entlassen. Nun ist die Zeit, eine gesunde Beziehung zu diesen Energien zurückzugewinnen, unsere sinnliche Lebenkraft frei fließen zu lassen, uns mit unseren Emotionen, Sehnsüchten, unserer Intimität und Leidenschaft zu verbinden. 

Swadhistana repräsentiert unserer Bereitschaft, unsere gesamte Palette an Emotionen zu fühlen – von Trauer und Schmerz bis zu Ekstase und Lust. Es ist der Sitz unserer Erotik, unserer Sexualität, unserer Vorstellungskraft und unseres kreativen Potentials. Um unsere gesunden Formen von Spontanität, Intimität und Freude zurückzugewinnen, müssen wir unsere persönlichen Muster der Verleugnung, Zurückweisung, (Ver-)Urteilung und Entzug gegenüber uns selbst, gegenüber unserer Sexualität und Kreativität erfolgreich verabschieden. 

Mond und Venus (26 Grad) stehen mit Merkur (27 Grad 22) im Skorpion. Für ca 1 Stunden nach Sonnenuntergang sind die ganz dünne Mondsichel (am 28. Oktober ist Neumond) mit den beiden Planeten am Abendhimmel schwach zu sehen. Venus noch am ehesten. Merkur eher nur mit Fernglas. Mehr und mehr verschwindet Merkur am Horizont und wird am 11. mit der Sonne konjunkt sein (Blogartikel folgt).
Merkur und Venus sind am 30. November exakt konjunkt (27 Grad 36 Skorpion) und werden dort gemeinsam erst wieder in 40 Jahren sein. Sie sind seit Ende Juli dieses Jahres immer nahe beisammen und trennen sich erst Anfang November.

Mit Venus im Skorpion wird die universelle weibliche Kraft von Göttinnen, die mit den Themen von Tod und Wiedergeburt verbunden sind (wie Kali, Hekate, Cerridwen, die Schlangengöttin auf Kreta), energetisiert. Man findet sie auch in diversen archetypischen Geschichten als die weise Frau, meist alt, die die kraftvolle Transformation von Leben und Tod kennt und um die Bedeutung der Zyklen von Sterben und Geburt weiss (wie zB die Knochenfrau in Clarissa Pinkola Estes Buch „Women Who Run With the Wolves“). 

Wir leben in einer Kultur, in der wir beigebracht kriegen, vor dem Tod und vor Veränderungen Angst zu haben. In Wirklichkeit ist der Tod bzw die Totengöttin ein Teil von uns. Sie ist unsere innere Autorität, die weiss, dass das Alte sterben muss, um ein neues Leben in Ekstase leben zu können. Sie weiss, dass der Tod mit dem Leben verbunden ist und eines aus dem andern entsteht und wie wir uns in den Zyklus von Leben-Tod-Leben einlassen können. Um eine wahre Beziehung mit uns selbst und mit andern zu haben, ist es essentiell – besonders wichtig im jetzigen Venuszyklus – von der Totengöttin zu lernen. Die Mysterien des Todes sind der Schlüssel zur Befreiung. Die Totengöttin bringt unserem Herz bei, zu singen. Sie bringt uns bei, uns in unsere authentische Lebendigkeit zu singen, wenn wir wissen, dass die Erfahrung des Todes für ein größeres, besseres Leben notwendig ist. 

Unterstützend sind:
* die Farbe Orange – Kleidungsstück, Schmuck (Karneol, Feueropal, oranger Jaspis), Nahrung, Bilder, Sofakissen, füge deinem persönlichen Altar etwas Orangenes hinzu, etc
* das Element Wasser – es bringt in den Fluss… Innerlich u äußerlich bewusst in Kontakt mit dem Wasser gehen, zB ein Bad nehmen, bewusst unter der Dusche stehen, bei Regen rausgehen, usw.
* alles was dir immensen Genuss und Freude bereitet
* dem eigenen Körperbewusstsein mehr Aufmerksamkeit schenken
* Swadhistana-aktivierende Asanas und Meditationen oder andere Übungen zur Kräftigung des unteren Rückens
* Silber
* Vishnu, Lakshmi
* Zum Verabschieden alter Muster die Schwitzhütte am 2. November
* Mythen und Geschichten über den Tod
* Tonsilbe RE, Mantra VAM

 

Beitragsbild: Hekate seal gefunden auf Wikimedia

Venus am 2. Tor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben scrollen