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Inanna am letzten Tor

Heute, am 11. Januar, kurz vor dem ersten Neumond in diesem Jahr, durchschreitet Inanna das siebte Tor auf ihrem Weg in die Unterwelt, wo sie ihre Robe abgibt. Die dünne abnehmende Mondsichel ist ca eine Stunde vor Sonnenaufgang neben der hellen Venus im Osten sichtbar

Mit diesem Schritt entledigt Ivana sich von allem Materiellen, aller Verbindungen zu ihrer Rolle aus der oberen Welt. Sie ist nackt und es gibt nichts mehr, was sie von irgend jemand anderem unterscheidet.
An diesem Ort der Verwundbarkeit haben wir Zeit, alle Anhaftungen an das Leben freizulassen und uns zu erinnern, was wir in unserer Essenz sind.

Dies Tor ist eine exzellente Vorbereitung auf den Neumond und die anhaltende Krise, das weitere Wegbrechen der bekannten Strukturen und dessen was wir als wichtig und somit wahr empfunden haben – was in Wirklichkeit aber eine Illusion des Egos war, mit folgenschweren Zerstörungen und sich-entfernen der eigenen Wahrhaftigkeit. 

Wenn wir uns auf die Energien einlassen, ist der Prozess zwar schmerzhaft aber befreiend. Wir werden reiner und wahrhaftiger.  Bei der Auflösung unserer alten Identität ist der Venus-Zyklus hilfreich. Vor allem die nächsten Monate, während Inanna in der Unterwelt weilt. 

Wir können besser durch das Chaos navigieren, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir uns seit letztem Jahr kontinuierlich in der Auflösung und in radikalen transformativen Zeiten befinden und dass wir nicht verrückt sind, auch wenn vieles verrückt erschient. Wir stecken mitten im alchemistischen Kolben, um in unseren „goldenen“ Zustand zu kommen. 

So wie Inanna/Venus nackt ist, haben wir, wenn wir uns wie sie einlassen, wenn wir in die Unterwelt hinabsteigen, nichts mehr, worüber wir uns identifizieren können. Wir sind aufgefordert, alle Anhaftungen an unser Leben abzugeben. Hinter dem siebten Tor sind wir nackt, roh und verletzlich, geben uns voll dem Sterbe-und Wiedergeburt-Prozess hin. Der Neumond am 13. Januar ist konjunkt Pluto und fordert auf, weiter zu sterben, noch mehr loszulassen, noch mehr Klarheit zu erlangen über unser (Fehl)Verhalten, wo wir uns und anderen unehrlich gegenüber waren. 

Im Februar wird Venus durch das achte Tor schreiten (gibt es in manchen Venus-Zyklen). Es ist das sogenante Tor des absichtsvollen Todes. So gesehen ist nicht nur dies Tor sondern die gesamte Zeit ab diesem Tor und dem Neumond bis dahin eine Vorbereitung, um den Tod zu umarmen und alle Vorstellungen/Definitionen, die wir von uns hatten, aufzulösen, so dass wir in die Person wiedergeboren werden können, die wir wahrhaftig sind. Hingabe ist der Schlüssel für diese Absicht auf Befreiung und Ermächtigung.  

Das siebte Tor ist gleichzusetzen mit unserem Wurzelchakra, Muladhara. Es ist der Ort unserer Lebensenergie, unserer Antriebskraft, unserer grundlegenden Überlebensbedürfnisse, unseres Urvertrauens, unserer Verbundenheit mit der Erde. Mit dem Durchschreiten durch das siebte Tor geht es darum, alle Schein-Sicherheiten (va was unsere Wahrnehmung der Welt und von uns betrifft, unsere Geschichten und Ansichten, unsere Kommunikation) abzugeben und Vertrauen in den eigenen (chthonischen) Wurzeln zu finden und in Verbindung mit den chthonischen Kräften der Erde zu gehen.

 
Hilfreich sind dabei
* das Arbeiten, sich Beschäftigen mit dem Element Erde
* Zeit mit dem eigenen Körper verbringen, va. den Stützapparat, das Knochengerüst in Ordnung bringen (Mond-Venus sind im Steinbock)
* die Farbe Rot – Speisen, Kleidung, Blumen, Bilder, Schmuck, …
* Trommeln, Rasseln, Hände klatschen – selber oder entsprechende Musik anhören, dazu tanzen
* Rosmarin, Nelke, Ingwer, Zypresse, Zeder
* Asanas, Meditationen und andere Übungen, die das Wurzelchakra energetisieren
* die vierblättrige Lotusblüte
* das Mantra LAM
* die Tonsilbe DO
* der Erzengel Uriel

Mond-Venus (3°59′ Steinbock) stehen im Trigon zu Mars (2°17′ Stier), Uranus (6°43 rx Stier) und Lilith (9°11′ Stier) und im Quadrat zu Chiron (5°16′ Widder) und sind konjunkt die Fixsterne Polis und Kaus Medius in der Konstellation des Schützen

Es ist eine hervorragende Zeit, um mit Enthusiasmus neue bislang unbekannte kreative Ausdrucksformen für die eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu finden und das wahre Selbst nicht mehr zu unterdrücken. Dabei kommt man wahrscheinlich nicht umhin, sich mit tiefen alten schmerzhaften Überzeugungen auseinanderzusetzen, die einen bislang davon abgehalten und eingeschränkt haben.

Beziehungen stehen im Fokus und jedwede Beziehungen, die einschränken und hierarchisch sind, bröckeln entzwei. Die Energien erlauben keine Routine und keine Unterdrückung. Sie fordern Freiheit, Einzigartigkeit und Ebenbürtigkeit. Wichtig ist, dass wir die eigene Wahrheit/ Wahrhaftigkeit zulassen. In uns und im andern.

Es geht nicht um Kampf und Rebellion, sondern um Erkennen, wie und mit wem wir unser Leben verbringen können und wie und mit wem nicht. So dass wir den Beat unseres eigenen Lebens klar und deutlich hören und, ihm folgend, neue Tanzschritte entwickeln können. Schritte, die uns hinter die Grenzen des Bekannten führen – für das es noch keine Worte gibt, aber ein erspüren, ein körperliches Verstehen.

 

image credit: Gerd Altmann / pixabay

Inanna am letzten Tor

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